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PORTRAIT DES HL. DOMINIKUS


Hl. Dominikus
 

Domingo de Guzman wurde als Sohn einer deutsch-kastilischen Gutsbesitzerfamilie geboren.
Die Überlieferung berichtet, dass seine Mutter vor seiner Geburt ein schwarz-weißes Hündchen sah, das mit einer brennenden Fackel im Maul die ganze Welt erleuchtete; diese Vision wurde ihr gedeutet auf die göttliche Redekunst des Knaben, den sie gebären werde. Domingos Amme sah bei der Taufe einen goldenen Stern auf der Stirn des Kindes.Domingo studierte in Valencia Theologie und Philosophie. Während einer Hungersnot habe er 1191 alle seine teuren Bücher verkauft, um mit dem Erlös den Hungernden zu helfen: "Was soll ich über trockenen Fellen studieren und draußen auf der Straße verhungern die Menschen?"



Um 1196 wurde Domingo zum Kanonikus an der Kathedrale von El Burgo de Osma berufen und wirkte schon wenig später entscheidend an innerkirchlichen Reformen vor Ort mit. 1203 begleitete er seinen Bischof auf einer Reise nach Rom. Auf dem Rückweg erfuhr er erstmals von den Ausmaßen des kirchlichen Amtsmissbrauchs und der in Südfrankreich weit verbreiteten Bewegung der Albigenser. Er beobachtete, dass das hohe Bildungsniveau und die straffe Organisation der Albigenser wesentlich zu deren Verbreitung beitrugen und beschloss, die Arbeit der katholischen Priester mit den gleichen Methoden zu stärken.
Papst Innozenz III. schickte Domingo als Wanderprediger nach Südfrankreich, wo die Albigenser und die Katharer der Kirche zu schaffen machten; das einfache Volk war wenig kirchlich, der Adel und das gehobene Bürgertum waren der Kirche sogar feindlich gesinnt. Darstellungen zeigen, wie Domingo einer Albigenser-Gemeinschaft seine Schrift über den wahren Glauben sandte, die auch bei dreimaliger Feuerprobe nicht verbrannte und so Albigenser bekehrte.



Gemälde aus dem 13. Jahrhundert,
im Kloster S. Domenico in Bologna


In Prouille bei Toulouse gründete Domingo mit einigen Gleichgesinnten eine Missionsstation, zu der auch eine Kirche gehörte. Hier widmeten sie sich ausschließlich der Buße, dem Fasten, dem Lernen und der Verkündigung. Ihr vorbildlicher Lebensstil und die ergreifenden Predigten Domingos waren eindrücklich und führten viele Menschen zur katholischen Kirche zurück. Im Jahr 1215 gründete er den Dominikanerorden nach den Regeln der Augustiner als Beicht-, Prediger- und Bettelorden, dessen besondere Methode neben dem persönlichen Glaubensgespräch vor allem die Predigttätigkeit ist; der Orden wurde 1216 von Papst Honorius III. anerkannt. Die Missionsstation wurde 1217 von Domingo in das erste Dominikanerinnenkloster umgewandelt. Im selben Jahr lernte er in Rom Franziskus von Assisi kennen, der noch auf die Bestätigung seines Ordens wartete. Domingo betonte stets die Bedeutung einer guten Ausbildung. Seine Mitbrüder studierten Theologie an der Sorbonne und kanonisches Recht an der Universität von Bologna, ihnen stand eine akademische Laufbahn in Toulouse, Madrid oder Rom offen. In den vier Jahren nach der Ordensbestätigung schuf Dominikus sechs Priorate in der Lombardei, vier in Frankreich, drei in der Toskana und Rom, zwei in der Provence sowie zwei in Spanien. Seine Prediger gelangten bis nach England, Skandinavien, Ungarn und Deutschland. Seine große Wirkung entstand aus der seelsorgerlichen Arbeit, gepaart mit unbeugsamem Willen und Organisationstalent des Gründers.




Tod des Hl. Dominicus
Fresco von Fra Angelico im Konvent von San Marco in Florenz

 


Seine Prediger gelangten bis nach England, Skandinavien, Ungarn und Deutschland. Seine große Wirkung entstand aus der seelsorgerlichen Arbeit, gepaart mit unbeugsamem Willen und Organisationstalent des Gründers. Um sein Leben ranken sich zahlreiche Legenden, so die seiner Himmelfahrt. In anderen reicht Maria Domingo einen Rosenkranz und erklärt ihm dessen Gesetze. Petrus und Paulus erscheinen ihm und reichen ihm Stab und Buch mit dem Predigtauftrag.


Kanonisation: 1234 wurde Domingo - nach der erstmaligen Erhebung seiner Gebeine - heilig gesprochen.
Attribute: Dominikanerhabit, Kreuz, Buch und Weltkugel, Lilienstengel, Stern auf der Stirn, Hund mit der Fakel
Patron von Bologna, Madrid und Cordoba; der Schneider; gegen Fieber und Hagel 
Bauernregel: "Ist's heiß zu St. Dominikus / der Winter mit strenger Kälte kommen muss."

Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon


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